Medizinische Klinik Tuttlingen
Herzschrittmacher 
 

 


Reizbildungs- und Reizleitungssystem des Herzens regulieren Folge und Regelmäßigkeit der Herzschläge. Die Anzahl der Herzschläge beträgt in Ruhe 50-90 pro Minute. Dadurch werden eine ausreichende Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet.

Wenn das Reizbildungs- und/oder Reizleitungssystem des Herzens gestört ist, schlägt das Herz oft unregelmäßig oder zu langsam, ggf. auch bedrohlich schnell. Leistungsminderung und Schwäche sind oft die Folge. Bei einem plötzlichen Auftreten solcher Herzrhythmusstörungen kann es, insbesondere bei körperlicher Belastung, zu Schwindelanfällen oder zur Bewusstlosigkeit kommen. Ein Herzschrittmacher kann dann die Schlagfolge des Herzens vorübergehend als temporärer Herzschrittmacher oder dauerhaft als permanenter Herzschrittmacher korrigieren. Lebensbedrohliche schnelle Herzrhythmusstörungen können durch Herzschrittmacher behandelt werden, welche diese schnellen Unregelmäßigkeiten des Herzens durch elektrische Einwirkungen beenden.

Ein Herzschrittmacher besteht aus dem Aggregat, welches die elektronischen Bauteile einschließlich der Batterie enthält, und Einer, Zweier, in Einzelfällen sogar Dreier-Sonde/-n (Elektrode/-n). Beim Einkammersystem verbindet eine Sonde den Schrittmacher mit dem rechten Herzvorhof oder mit der rechten Herzkammer. Ein Zweikammersystem besitzt zwei Elektroden, eine im rechten Vorhof und eine weitere in der rechten Kammer. Ein Dreikammersystem besitzt drei Elektroden, eine im rechten Vorhof, eine in der rechten Kammer und eine stimuliert über eine Herzvene, die linke Herzkammer, so dass eine noch natürlichere Abfolge der elektrischen Erregung auch mittels Herzschrittmachers möglich ist. Sollte es sich bei dem Herzschrittmacher um ein Gerät mit der Möglichkeit der Behandlung schneller Herzrhythmusstörungen handeln, so werden spezielle Elektroden und spezielle Schrittmacher verwandt, welche aber kaum größer sind als die herkömmlichen Schrittmacher.

Implantation eines Herzschrittmachers

Der Eingriff wird meist in örtlicher Betäubung durchgeführt. Durch einen kleinen Hautschnitt von ca. 4-6 cm üblicherweise unterhalb des rechten Schlüsselbeins, bei Herzschrittmacher zur Behandlung schneller Herzrhythmusstörungen unterhalb des linken Schlüsselbeines, wird eine kleine Tasche unter der Haut für den Schrittmacher vorbereitet. 

Die Sonde wird durch eine Vene unter dem Schlüsselbein eingeführt und unter Röntgenkontrolle bis in die rechte Herzkammer vorgeschoben. Bei Zweikammersystemen wird eine zweite Elektrode in die rechte Vorkammer eingeführt. Bei Dreikammersystemen wird durch die rechte Herzvorkammer eine Herzvene sondiert und um das Herz herum an die Seitenwand der linken Herzhauptkammer eine Elektrode gelegt. Bei guter Lage der Sonde wird der Impulsgeber nun angeschlossen und in die vorbereitete Tasche reingelegt.

Herzschrittmacherkontrollen

Im Laufe von Jahren erschöpft sich die Batterie des Herzschrittmachers; daher sind regelmäßige Kontrollen (ca. 6-monatlich) und in größeren Abständen Schrittmacherwechsel (nach ca. 8-10 Jahren) erforderlich.

Vereinbaren Sie hierzu einen Termin in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz, in welcher die Kontrollen, sowohl von Ein- wie auch von Zwei- und Dreikammersystemen als auch von so genannten antitachykarden Systemen (Herzschrittmacher zur Behandlung schneller Herzrhythmusstörungen) möglich ist.

 
 


 
 

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