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Qualitätsmanagement
Zertifizierung Telemedizinisch vernetzte Stroke Unit
 

 


Die Schlag­an­fall­sta­ti­on ist eine Über­wa­chungs­ein­heit, in der Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten von einem qua­li­fi­zier­ten Team aus spe­zia­li­sier­ten Ärz­ten, Pfle­ge­kräf­ten, Phy­sio­the­ra­peu­ten, Lo­go­pä­den, Er­go­the­ra­peu­ten und So­zi­al­ar­bei­tern be­treut wer­den. Bei Ver­dacht auf Schlag­an­fall spielt Zeit eine ent­schei­den­de Rolle. Da das Team rund um die Uhr zur Ver­fü­gung steht, ist eine schnel­le in­di­vi­du­el­le Be­hand­lung der Pa­ti­en­ten ge­währ­leis­tet. Die Pa­ti­en­ten wer­den per Mo­ni­tor über­wacht, um bei ver­schlech­ter­tem Zu­stand un­ver­züg­lich han­deln zu kön­nen.

Time is brain: Zeit ist Gehirn: Schnel­les Han­deln ist von gro­ßer Wich­tig­keit!

Bei einem Schlag­an­fall tritt eine plötz­li­che Durch­blu­tungs­stö­rung auf, der be­trof­fe­ne Teil des Ge­hirns wird mit zu wenig Sau­er­stoff ver­sorgt und das Ge­we­be wird mas­siv ge­schä­digt. Da die Schä­di­gung der Ner­ven­zel­len schnell ver­läuft, ist es wich­tig, bei ers­ten An­zei­chen eines Schlag­an­falls zu han­deln. „Time is brain“ (Zeit ist Ge­hirn).

Soll­ten Sie eine plötz­li­che Be­wusst­seins­stö­rung, Taub­heit, Seh­schwä­che, Sprech­stö­rung oder Gleich­ge­wichts­stö­rung bei sich oder einer an­de­ren Per­son er­ken­nen, alar­mie­ren Sie un­ver­züg­lich den Not­arzt unter 112.

Der Er­folg der Be­hand­lung hängt ma­ß­geb­lich davon ab, wie schnell der Pa­ti­ent be­han­delt wird.

Im Ja­nu­ar 2014 wurde die Schlag­an­fal­lein­heit des Kli­ni­kum Land­kreis Tutt­lin­gen durch die Deut­sche Schlag­an­fall­ge­sell­schaft als Lo­ka­le Schlag­an­fall­sta­ti­on zer­ti­fi­ziert.

Das Ziel der Zer­ti­fi­zie­rung ist eine Ge­währ­leis­tung und ak­tu­el­le Be­stä­ti­gung der hohen Qua­li­tät bei der Be­hand­lung von Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten. Die Aus­stel­lung eines Zer­ti­fi­kats er­folgt, wenn die Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind und die be­haup­te­te Leis­tungs­fä­hig­keit den Tat­sa­chen ent­spricht. Eine Schlag­an­fall­sta­ti­on muss min­des­tens ein Jahr in Be­trieb sein und 400 Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten­ be­han­delt haben, um auf An­trag des Kran­ken­haus­trä­gers eine frei­wil­li­ge Über­prü­fung der Sta­ti­on an­zu­or­de­nen. Damit eine dau­er­haf­te Qua­li­täts­ge­währ­leis­tung si­cher­ge­stellt wer­den kann, erfolgt alle vier Jahre eine Rezertifizierung.

Im März 2017 wurde die Schlaganfalleinheit mit dem Zertifikat „Qualitätsmanagement-System für eine telemedizinische vernetzte Stroke Unit“ ausgezeichnet.

Die Schlaganfall-Einheit des Klinikums Landkreis Tuttlingen wurde mit dem Zertifikat „Qualitätsmanagement-System für eine telemedizinische vernetzte Stroke Unit“ ausgezeichnet. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bescheinigen dem Klinikum somit hervorragende Qualitätsstandards bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten.

Dr. Karin Schoser, leitende Oberärztin der Medizinischen Klinik, freut sich über die erneute Auszeichnung der wissenschaftlichen Fachgesellschaft: „Bei einem Schlaganfall zählt jeden Minute: Unser Team leistet professionelle Arbeit auf höchstem medizinischem Niveau und wir können durch die telemedizinische Vernetzung für unsere Patienten eine wohn­ort­na­he Rund-um-die-Uhr-Ver­sor­gung gewährleisten“.

Telemedizinische Vernetzung

Seit 2014 ist die Teleneurologie am Klinikum Landkreis Tuttlingen etabliert: Durch den Einsatz modernster Technik werden alle Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall telemedizinisch in Abstimmung mit dem Uniklinikum Freiburg diagnostiziert. Das Team aus fünf Neurologen rund um den renommierten Oberarzt Professor Jürgen Bardutzky ist 24 Stunden täglich erreichbar. Per Videokonferenz wird einer der Neurologen zugeschaltet. Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt in Tuttlingen wird über das weitere Vorgehen entschieden. Die Patienten werden in Tuttlingen durch ein Team aus erfahrenen Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Mitarbeitern des Sozialdienstes betreut.

Die Medizinische Klinik Tuttlingen ist Mitglied des Interdisziplinären Neurovaskulären Netzwerkes Südwest, kurz INVAS. Aufgabe und Ziel der beteiligten Kliniken ist die Optimierung der Patientenversorgung durch standardisierte Behandlungspfade, Zuweisungskonzepte und Informationsaustausch sämtlicher Akut- und Rehabilitationskliniken innerhalb des Netzwerks.