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Auch mit 107 Jahren kann man wieder auf die Beine kommen

Mit 107 Jahren und einem neuen Hüftgelenk läuft Anna Bagemühl über den Stationsflur des Klini-kum Landkreis Tuttlingen.

Die 107-jährige Anna Bagemühl wird auf dem Stationsflur der Altersmedizin begleitet

Die 107-jährige Anna Bagemühl wird auf dem Stationsflur der Altersmedizin begleitet von v.l.: Dr. Barbara Bahr (Ärztliche Direktorin), Dr. Karin Schoser (Chefärztin Altersmedizin), Claudia Teich-mann (Leitende Oberärztin Altersmedizin) und Dr. Matthias Hauger (Chefarzt Unfallchirurgie und Orthopädie.

Beachtlich ist nicht nur ihr Alter, sondern auch die Tatsache, dass sie nun das erste Mal in ihrem gesamten Leben im Krankenhaus ist. Für das Personal im Zentrum für Altersmedizin am Klinikum ist das nicht alltäglich. Gemeinsam trägt das Team dafür Sorge, dass sie trotz eines Knochenbruchs bald wieder so fit und selbstständig wie möglich in ihr Zuhause zurückkehren kann.

„Frau Bagemühl wurde vom Rettungsdienst mit einem Bruch am Oberschenkelhals zu uns gebracht“, schildert Dr. Matthias Hauger, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie das Geschehen vergangene Woche. „Wir mussten nach Frau Bagemühls Sturz gemeinsam eine vernünftige Therapieentscheidung im Team des Alterstraumazentrums treffen. Nach ausführlicher Beratung entschied sich Frau Bagemühl für die Operation, den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks“, erklärt Dr. Karin Schoser, Chefärztin der Medizinischen Klinik III (Altersmedizin).

„Solche Knochenbrüche im hohen Lebensalter sind leider sehr häufig, diese Patienten müssen innerhalb von 24 Stunden operiert werden. Aufgrund des hohen Lebensalters wurde die Patientin sofort am Aufnahmetag operativ versorgt“, fügt Dr. Matthias Hauger hinzu. Für die Versorgung älterer Menschen mit Knochenbrüchen hat sich das Klinikum Landkreis Tuttlingen seit ein paar Jahren im Rahmen des zertifizierten Alterstraumazentrums kompetent aufgestellt, indem es das Fachwissen aus der Unfallchirurgie und Orthopädie und der Altersmedizin am Klinikum bündelt.

„Wenige Stunden nach der Operation konnte die Patientin im Zimmer bereits die ersten Schritte mit dem künstlichen Hüftgelenk gehen, was mich sehr freute. Das ist ein erheblicher Vorteil der endoprothetischen Behandlung für die Patienten und unser erklärtes Ziel, da die Überlebensrate und Selbstständigkeit gerade im höchsten Alter unmittelbar an eine rasche Mobilisation gekoppelt ist“, erklärt Dr. Matthias Hauger die Vorteile einer endoprothetischen Behandlung.

Noch etwas wackelig ist Anna Bagemühl am Rollator unterwegs. „Die nächsten beiden Wochen wird sie in jedem Fall im Rahmen der geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung bei uns in der Altersmedizin bleiben“, so Dr. Karin Schoser. Ihren jüngeren Mitpatienten wird sie sicherlich ein Beispiel sein, dass man sich auch im hohen Alter nicht vor einer Gelenkersatzoperation fürchten muss.

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