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08.03.2021
Neuerung in der Behandlung von Stürzen im hohen Lebensalter
 

 
Zum Umzug kommt ein weiterer Chefarzt - Notaufnahme in Spaichingen schliet

Um die Versorgung verletzter älterer Personen in der Region zu verbessern, setzt das Klinikum Landkreis Tuttlingen mit einem zertifizierten AltersTraumaZentrum (ATZ) einen weiteren und besonderen Schwerpunkt.

Knochenbrüche durch Stürze sind im höheren Lebensalter häufig. Mit der Zertifizierung des neu gegründeten AltersTraumaZentrums wird im Klinikum Landkreis Tuttlingen in Zukunft nicht nur der Bruch versorgt, sondern auch der Mensch mit seinen Begleiterkrankungen ganzheitlich betreut. Hierfür haben sich die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Matthias Hauger und die Altersmedizin unter der leitenden Ärztin Dr. Karin Schoser am Gesundheitszentrum Tuttlingen zusammen getan. „Es wurde nachgewiesen, dass sich die Komplikationsrate und die Sterblichkeit eines Patienten beispielsweise nach einem Oberschenkelhalsbruch durch eine enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Altersmedizinern um fast 25 Prozent senken“, erklärt der Unfallchirurg und Koordinator des ATZ, Dr. Matthias Trennheuser.

Der Grund für einen Knochenbruch bei älteren Menschen ist meist eine verminderte Festigkeit der Knochen im Rahmen einer Osteoporose. Häufig lassen Begleiterkrankungen es aber erst zu einem Sturz kommen. Im ATZ werden diese Begleiterkrankungen von Beginn an durch die Altersmedizin mitbetreut. Neben Ärzten bilden Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und der Sozialdienst ein kompetentes Team verschiedener Fachrichtungen.

Sie sorgen beispielsweise dafür, dass die oft mit einem Krankenhausaufenthalt einhergehende Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit bei älteren Menschen vermindert wird. Um die Operation so schonend und erfolgreich wie möglich durchzuführen, werden die vorbereitenden Maßnahmen individuell auf den Patienten abgestimmt.

Ziel des ATZ ist es, nach einem Knochenbruch, die größtmögliche Selbständigkeit bzw. den Zustand vor der Verletzung wieder zu erreichen.

Um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) Anfang Dezember letzten Jahres die Handlungsabläufe und die Behandlungsqualität am Klinikum Landkreis Tuttlingen bestätigt und die Zertifizierung ausgesprochen.

Das Klinikum Landkreis Tuttlingen weist mit dem ATZ nun eine Besonderheit in der Region auf und schließt gleichzeitig eine Versorgungslücke. Die nächsten AltersTraumaZentren in Baden-Württemberg befinden sich in Offenburg und Tübingen.

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