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Vortragsreihe "Ärzte im Dialog"
Nächste Veranstaltungen am Mittwoch, 11.03.2026, 19.00 Uhr: "Darmkrebsprävention durch Ernährung und Endoskop", Vortrag mit Dr. Hannah Schuhmacher, Oberärztin Gastroenterologie.
Die Veranstaltung findet im Konferenzraum des Klinikums in Tuttlingen statt. Bitte melden Sie sich an.
"Ich wollte unbedingt hierbleiben"
Julia Kuppel sie die erste Medizinische Fachangestellte, die direkt nach der Ausbildung im Herzkatheter-Labor einen Job bekommen hat.

Als Julia Kuppel (21) ihr Abi in der Tasche hatte, war klar: Ein langes Studium kam für sie nicht in Frage. Sie wollte lieber eine Ausbildung machen. „Ich hab mich schon immer für den medizinischen Bereich interessiert“, sagt sie. „Da bot es sich an, Medizinische Fachangestellte zu werden.“
Die Frage, wo dies der Fall sein sollte, stellte sich der jungen Frau überhaupt nicht; das war klar: natürlich im Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT). Mit dem Auto ist der Arbeitsweg in wenigen Minuten geschafft, mit dem Rad nimmt er nur unwesentlich länger in Anspruch. Darum ging es ihr freilich nicht bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs, sondern um den super abwechslungsreichen Job der MFA. „Das hat mich gereizt“, meint Julia. Zu Beginn der Ausbildung wurde sie in Spaichingen in der Frauenarztpraxis im MVZ eingesetzt und lernte anschließend zahlreiche Stationen im KLT kennen: Patientenaufnahme, Abrechnung, Sozialdienst, Steri, Endoskopie und gegen Ende ihrer verkürzten Ausbildung noch das Herzkatheter-Labor.
Dort hat es ihr besonders gut gefallen – so gut, dass sie bleiben wollte. „Dafür habe ich gekämpft, ich wollte unbedingt hierbleiben“, lächelt sie. Den Kampf hat sie gewonnen. Nun ist sie die erste MFA, die direkt nach der Ausbildung im Herzkatheter-Labor einen Job bekommen hat. Und dafür brennt sie. „Das Handling der Patienten liegt mir“, sagt Julia. Seit Januar ist sie als ausgelernte Fachkraft damit beschäftigt, die zu Untersuchenden vorzubereiten und den Ärzten zu assistieren. Neben der Dokumentation von Untersuchungen am PC gehört zu ihrem Aufgabenbereich auch die Patientenvorbereitung im Ultraschallraum.
Der 21-Jährigen fällt das Lernen leicht; ihre Ausbildung hat sie mit einer Spitzennote abgeschlossen. Dieser Umstand soll ihr nun erneut zu Gute kommen, denn Julia muss sich nun nebenberuflich in Medikamentenlehre weiterbilden. Im Gegensatz zu den gelernten Fachkräften für Gesundheits- und Krankenpflege, die neben ihr im Herzkatheter-Labor arbeiten, war dieses Fach nicht Bestandteil ihrer Ausbildung, sodass sie nun die Nase fleißig in entsprechende Lehrbücher steckt.
Das macht ihr aber gar nichts aus, schließlich ist Medizin nicht nur ihr Berufsfeld, sondern auch ihr Hobby – privat engagiert sie sich in jeder freien Minute beim DRK Tuttlingen in der Jugendarbeit und mit Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen. Und wenn sie davon doch einmal eine Pause braucht, wirft sie ihr Zelt in den Kofferraum ihres Wagens und sucht sich ein schönes Plätzchen zum Ausspannen.
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