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Patientinnen sind in den besten Händen
Oberärztin Gabriele Stalzer stellt bei „Ärzte im Dialog“ das Leistungsspektrum ihres neu eigenständig zertifizierten Brustzentrums vor.

In diesem Jahr hat sich viel getan; dem entsprechend hatte Gabriele Stalzer, Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, viel „Neues aus dem Brustzentrum“ zu berichten, dessen ärztliche Leiterin sie ist. Im Zuge der Vortragsreihe „Ärzte im Dialog“ legte sie dar, wie gut das nunmehr eigenständig zertifizierte Tuttlinger Brustzentrum medizinisch aufgestellt ist, und wie sorgsam und empathisch hier Patientinnen behandelt und begleitet werden.
Diesen Spitzenstandard gewährleisten neben modernster technischer Ausstattung und großer Erfahrung, die Stalzer als Fachärztin und Brustspezialistin mitbringt, eine Reihe leistungsfähiger Kooperationspartner und klar definierte Behandlungsstrukturen, wie sie eine Zertifizierung erfordert. Dieses Qualitätssicherungsverfahren über die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), überwacht vom unabhängigen Institut OnkoZert, gewährleistet eine Behandlung nach höchsten nationalen und internationalen Qualitätsstandards. In der Vergangenheit war das Tuttlinger Brustzentrum bereits mit dem eines anderen Krankenhauses gemeinschaftlich zertifiziert; seit diesem Jahr allerdings ist man eigenständig unterwegs. „Darauf können wir stolz sein!“, meint Gabriele Stalzer. Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 250 solcher zertifizierter Brustzentren.
Hier werden sämtliche Erkrankungen der Brust diagnostiziert und behandelt – nicht nur, aber eben auch Brustkrebs. Das ist die häufigste Krebserkrankung der Frau, jede achte zwischen 40 und 70 Jahren ist davon betroffen. „Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto sind die Heilungschancen“, so Gabriele Stalzer, die ihren Zuhörerinnen daher als Vorsorge das Mammographie-Screening sehr ans Herz legte.
Im Tuttlinger Brustzentrum verfügt Stalzer über „sehr gute“ technische Ausstattung, mit der sich bereits kleine Tumorherde erkennen lassen. Über diese leistungsfähige Diagnostik hinaus fließt in einen individuellen Behandlungsplan das Wissen zahlreicher Experten ein, unter anderem im „Tumorboard“, einer regelmäßigen Besprechung, bei der Fachärzte verschiedener medizinischer Fachrichtungen gemeinsam festlegen, wie eine Patientin behandelt wird. In diesem Kontext hob die Oberärztin auch das psychoonkologische Betreuungsangebot am Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) hervor: So eine begleitende Therapie sei für Betroffene „wahnsinnig hilfreich“.
Auch in medizinischer Hinsicht stehe die Patientin und deren weitgehende Schonung dank moderner Verfahren im Mittelpunkt. „In 80 Prozent der Fälle kann brusterhaltend operiert werden“, so Gabriele Stalzer. Äußerst behutsam wird heute auch bei der Entfernung von Lymphknoten vorgegangen – um zu prüfen, ob ein Tumor gestreut hat, wird lediglich ein „Sentinel-Lymphknoten“ entfernt, nämlich der erste Lymphknoten, der die Lymphflüssigkeit aus dem Tumorgebiet auffängt und daher als „Wächter“ fungiert. Hier wendet die erfahrene Operateurin ein modernes Verfahren mit einem fluoreszierenden Farbstoff an, um diesen Sentinel gezielt und sicher zu orten.
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