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Wenn die Blase ewig drängt
Chefarzt Dr. Lucas Hegenscheid spricht am 4. November über Harninkontinenz bei Frauen.

Dr. Lucas Hegenscheid
Die Harninkontinenz bei Frauen ist ein weit verbreitetes medizinisches Problem, von dem im Laufe des Lebens etwa jede dritte bis vierte Frau betroffen ist. Obwohl das Thema oft schambesetzt ist, lässt sich eine Blasenschwäche heutzutage medizinisch sehr gut behandeln oder zumindest deutlich verbessern. Wie das geht, erklärt Dr. Lucas Hegenscheid, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) am Mittwoch, 4. November, um 19 Uhr. Im Zuge der Vortragsreihe „Ärzte im Dialog“ erklärt er im Konferenzraum des Klinikums, Zeppelinstraße 21, warum „die Blase ewig drängt“ und was sich dagegen tun lässt.
Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie anfälliger für Inkontinenz als Männer. Zu den Hauptauslösern gehören Schwangerschaft und Geburten wie auch die Wechseljahre und fortschreitendes Alter. Eine allgemeine Bindegewebsschwäche oder das Absinken der Gebärmutter oder der Blase nehmen dem Schließmuskel den nötigen Halt. Unterschieden werden vor allem Dranginkontinenz, die sich in plötzlichem, sehr starkem Harndrang bemerkbar macht, und Belastungsinkontinenz. Diese wird häufig auch als „Stressinkontinenz“ bezeichnet und führt zu Urinverlust bei körperlichem Druck wie Husten, Niesen, Lachen oder Sport. Das ist die häufigste Form bei Frauen.
Die Inkontinenz-Problematik lässt sich konservativ angehen, etwa durch gezieltes Beckenbodentraining oder Hormoncremes. Führen konservative Behandlungsmethoden und Medikamente jedoch nicht zum Erfolg, kommt auch ein operativer Eingriff in Betracht.
Interessierte melden sich über die Website des Klinikums an. Im automatisierten Anmeldeprozess erhalten sie per Mail ein Einlassticket zum Ausdrucken. Wer keinen Zugang zu PC oder Smartphone hat, kann sich unter der Telefonnummer 07461/97-77015 anmelden.
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