Aktuelles
Wie kann Künstliche Intelligenz Diabetikern helfen?
Klinikum unterstützt einmal mehr den Tuttlinger DiaWalk. Am Vorabend der Veranstaltung wird Dr. Michael Bösch im Konferenzraum des Klinikums zur Künstlichen Intelligenz und Diabetes halten.

Die Tuttlinger Sportfreunde sind bereits seit Wochen mit den Vorbereitungen für ihren DiaWalk beschäftigt, den größten Volkslauf seiner Art in Deutschland, der am Welt-Diabetes-Tag stattfindet. Auch ein anderer ist gut präpariert: Dr. Michael Bösch, Leiter der Diabetes-Zentrums am Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT), der am Vorabend des Laufs, nämlich Freitag, 6. November, um 19 Uhr im Konferenzraum des Klinikums, Zeppelinstraße 21, den ärztlichen Vortrag zu dieser tollen Veranstaltung halten wird. Der Eintritt ist frei, ein Anmeldung ist nicht erforderlich.
Elke Beiswenger von den Sportfreunden freut sich, dass Dr. Bösch ein sehr aktuelles Thema aufgreifen wird, nämlich: „Künstliche Intelligenz und wie sie bei Menschen mit Diabetes helfen kann“. Und natürlich darüber, dass das gesamte Team des Diabetes-Zentrums und weitere Mitarbeitende des Klinikums die Veranstaltung unterstützen werden.
In Sachen Künstliche Intelligenz (KI) ist Dr. Bösch, gleichzeitig Geschäftsführender Oberarzt der Medizinischen Klinik II, Experte. Schließlich hat er mit seinem Team in diesem Jahr eine klinische Studie zur Präzision von Mobile Apps beim Kalorienzählen eignen. Für Patienten mit Diabetes ist das wichtig, denn insulinpflichtige Menschen mit Diabetes müssen wissen, wie viele Kohlenhydrate sie zu sich nehmen. Den Diabetes-Experten am KLT war aufgefallen, dass Patienten dafür zunehmend Apps einsetzen, anstatt ihren Kohlenhydratbedarf herkömmlich mit einer Nährstoffanalyse-Waage zu berechnen.
Die Ergebnisse der Tuttlinger Studie präsentierte Dr. Michael Bösch im Frühjahr beim Deutschen Diabetes Kongress in Berlin als einzige Erhebung, klinisch tätiges Fachpersonal erstellt hat. Michael Bösch findet, dass es überaus wichtig ist, die technischen Entwicklungen im Auge zu behalten und mit dem Patienten Schritt zu halten. Schließlich sind Patienten jeden Tag mit dem Management ihrer Erkrankung beschäftigt und nehmen jede technische Hilfe an, von der sie sich Erleichterung erhoffen. Und das birgt seinen Erkenntnissen zufolge Risiken. Denn wie sich herausgestellt hat, liefern die Apps nicht selten sehr fehlerhafte Ergebnisse.
Ungeachtet dessen, meinen Experten, sei Künstliche Intelligenz in der Lage, alle Aspekte in der Diabetologie – Prävention, Diagnostik, Therapie, Prognose und Monitoring – zu transformieren und biete ein immenses Potenzial. Sie soll zu einer früheren Krankheitserkennung beitragen, zu genaueren Diagnosen und Medizinprodukte für Menschen mit Diabetes verbessern helfen. Allein in den USA wurden bis heute über 1000 KI-gestützte Medizinprodukte zugelassen und Hunderte von Zulassungsanträgen für Medikamente eingereicht, bei deren Erforschung und Entwicklung KI zum Einsatz kam.
Aktuelle Videos



